Hallo Alexander, am Anfang wäre es sehr schön etwas über dich zu erfahren – magst du uns zur Einführung etwas über dich erzählen?

Hallo Laura, ja natürlich! Ich heiße Alex und komme aus dem schönem Amberg (Oberpfalz) bin 30 Jahre alt und Assistant Manager bei einer bekannten Restaurant- Kette.

 

Für mich eine sehr interessante Frage ist auch, wie bist du überhaupt zur Fotografie und der Nachbearbeitung gekommen und wie lange machst du das ganze jetzt schon?

Ja gerne, da ich diese frage wirklich sehr oft gestellt bekomme. Ich hab mich früher schon sehr für Bilder bzw. Bildbearbeitung faszinieren können, leider hatte ich keine Mittel mir selbst das nötige Equipment oder Programme zuzulegen. Ich hab mir Mitte 2012 meine erste Kamera gekauft und zwar war das eine Canon EOS 1100D. Die lag eigentlich nur im Schrank da sie nur für zwischendurch gedacht war, hab ja nie erwartet das dass ganze mal so weite Kreise zieht. Als ich aber angefangen hab mich mit ein paar Fotografen aus meinem Ort etwas auszutauschen, hab ich irgendwie Blut geleckt und hab für mich beschlossen das ganze etwas zu Intensivieren in dem ich mir schnell das nötige Grundwissen aneigne wie, was ist Blende? ISO? Verschlusszeit! Als ich alles dann irgendwann intus hatte musste ich feststellen, dass ich was Bildbearbeitung betrifft eigentlich null Ahnung habe was ich aus meinen Bilder rausholen kann. Daher hab mich 2013 primär nur mit der Bildbearbeitung beschäftigt, hierzu nahm ich von Stock´s Gebrauch, da ich keinerlei Möglichkeiten hatte selbst zu fotografieren. Das ging dann bis Ende 2013 so und hab mich in diesem Jahr intensiv mit Photoshop beschäftigt. Anfang 2014 hab ich dann angefangen selbst zu fotografieren, klar hatte ich zwischendurch ein paar kleinere Dinge wie Hochzeiten o.ä. die ich fotografiert habe, diese brachten mir auch das nötige Kleingeld um mir besseres Equipment zu leisten, wie zum Beispiel meine Canon Eos 6d die ich seit August 2013 meins nennen darf. Seit 2014 verbinde ich Digitale Bildbearbeitung und Fotografie intensiv.

Dein, durch „The Amazing Spiderman“ inspiriertes Selbstpotrait, finde ich total toll! Wie lange hast du an diesem Prachtstück zum Beispiel gesessen?

Vielen dank. Hm, sehr gute frage! Ich selbst bin mein schlimmster Kritiker, da dauern freie Arbeiten meist etwas länger. Aber überschlagen würde ich sagen 1,5 – 2 Stunden inkl. Fotografie.

Wie würdest du deinen Stil in drei Worten beschreiben?

Künstlich, Kontrastreich und Illustrativ!

Wenn du eine Idee im Kopf hast, wie gehst du vor? – vom ersten Hirngespinst bis zur Umsetzung.

Ich bin da eigentlich recht spontan, ich hab ne Idee zum Beispiel ein bestimmtes Bild mit einem Model. Dann schau ich wo könnte man so was am besten machen. Dann wird erst mal eine Location gesucht, mache ich sehr oft mir Google Earth. Wenn was gefunden ist fahre ich erst mal hin um zu sehen wie das Licht dort ist und wo ggf. die Sonne steht. Dann überlege ich mir was ich an Equipment brauche, meist hab ich eh mehr dabei als ich letztendlich brauche. Ja, dann wird ein passendes Model gesucht, falls ich das noch nicht habe. Hier wird dann die Kleidung abgesprochen und dann geht’s los, kurze Einweisung an das Model wo die Reise hingehen soll – das wars.

Hast du ein neues Projekt in Planung, bei dem du uns vielleicht einen kleinen Einblick gewähren möchtest?

Eher nicht, da ich durch meinen Vollzeit Job ziemlich eingespannt bin und froh bin alles unter einen Hut zu bekommen. Aber es wird sicher das eine oder andere große Projekt kommen!

 Woher kommen denn deine Ideen? Bist du eher ein Unter-der-Dusche-fällt-mir-alles-ein oder ein komplett anderer Typ?

Ja das ist echt so, meistens wenn ich in der Dusche bin oder mich schlafen lege denke ich noch viel nach. Ich lasse mich auch viel von anderen Künstlern inspirieren, glaube anders geht es auch gar nicht.

Wenn irgendein Fotograf ein Bild von dir machen dürfte, welchen würdest du dir aussuchen?

Puhh, schwer! Da ich mich von Anfang an die großen wie Pavel Kaplun, Calvin Hollywood, Matthias Schwaighofer oder Peter Braunschmid gehalten habe ist es sehr schwer diese frage jetzt zu beantworten. Aber ich denke vom Stil her würde ich mich für Calvin entscheiden.

Würdest du uns vielleicht noch dein derzeitiges Lieblingsbild zeigen und ein paar kurze Worte dazu sagen?

 

 

© Alexander Steger

© Alexander Steger

 

Ja gerne, wobei ich eigentlich kein direktes Lieblingsbild habe. Sagen wir so, ich zeige euch eines auf welches ich besonders stolz bin. Dieses Bild hat mich so fasziniert da es vom Look her eigentlich „fast“ OOC ist, ich hab nur die übliche Retusche durchgeführt und etwas Kontrast ins Spiel gebracht.

 Zum Abschluss – Was würdest du allen angehenden Fotografen für die Zukunft mitgeben?

Als Quereinsteiger wie ich, hat man es nicht immer einfach daher kann ich nur jedem auf den Weg geben, geht euren weg egal wie schwer dieser weg ist oder werden wird. Weil wichtig ist nicht besser zu sein als alle anderen, wichtig ist besser zu sein als du gestern warst.