Grundlagen der Fotografie

Erstmal ein herzliches Willkommen auf we-are-photography.COM und natürlich Dankeschön für das Interesse an diesem Quicktipp zum Thema:

„Grundlagen der Fotografie – ISO, Blende, Belichtungszeit – Wie war das nochmal?“

Bevor wir nun aber mit dem Eingemachten beginnen erst mal kurz zu meiner Person.
Mein Name ist Laurin Ring und ich bin Hobbyfotograf im Bereich Sport- und Landschaftsfotografie. Zur Fotografie kam ich durch den Freizeitsport in den Bergen, in den letzten zwei Jahren entwickelte sich das ganze in den ernsthafteren Bereich. Im Zuge dessen habe ich gefallen an der Kombination aus Blog und Fotografie gefunden und strebe an dies auch auszubauen. Aktuell will ich mich im Bereich der Portrait- und Peoplefotografie versuchen, da dieser facettenreiche Bereich der Fotografie nach und nach mein Interesse auf sich zieht. Falls ihr noch mehr erfahren wollt, kontaktiert mich doch einfach hier im Forum.

Nun aber zum Thema. Fast jeder Einsteiger in die Fotografie wird sich früher oder später mit den Begriffen ISO, Blende und Belichtungszeit/ Verschlusszeit beschäftigen müssen. Ich möchte euch nicht diverse Definitionen und ausführlichste technische Beschreibungen vorwerfen, sondern eher an Bildern die Kombination der Parameter näher bringen.

Um erst mal die Möglichkeit der Veränderung dieser Werte zu erhalten ist ein wichtiger Schritt nötig, ihr müsst in einen anderen Modus wechseln. Folglich ein Dreh am Moduswählrad oder eben die Modusauswahl über das Display der Kamera (je nach Kameratyp unterschiedlich).

Viele Leute kaufen sich eine „teure“ Spiegelreflexkamera aus dem Grund, dass man allein durch die Kamera bessere Bilder machen könnte. Diese Einschätzung ist nicht unbedingt falsch, aber jedes technische Gerät ist nur so gut wie sein Bediener und das gilt letztendlich auch in der Fotografie. Viele lassen also den Automatik-Modus eingestellt und wundern sich dann, wenn bspw. die Belichtung einzelner Bildbereiche für die jeweilige Situation einfach „falsch“ oder eben nicht korrekt ist.

Woher kommt das? Sie arbeiten mit einer Automatik, diese berechnet bspw. die Belichtung selbstständig und stellt die Kameraeinstellungen dieser Vorgabe nach ein. Nach dem kurzen Tutorial erklärt sich Euch vielleicht wieso man ab und an den Horizont (das Moduswählrad) erweitern sollte.

Wir drehen also nun an unserer Modusauswahl und sehen erst mal einige Kürzel. Wir suchen das Kürzel M für den Manuellen Modus, einen weiteren Teil der Modi decken übrigens die sg. Halbautomatiken wie Blendenvorwahl bzw. Zeitautomatik (AV(Canon) A (Nikon, Olympus)) oder die Zeitvorwahl bzw. die Blendenautmatik (TV (Canon); S (Nikon, Olympus) ) ab.

Je nach Hersteller weichen die Bezeichnungen ab, schaut also ggf. im Handbuch nach um die richtige Bezeichnung herauszufinden.

Nun haben wir Zugriff auf die gesamten Kameraeinstellungen z.B. die Blende, Verschlusszeit etc.

Im oberen Teil erwähnte ich die Kombination bzw. Beziehung zwischen Blende und Verschlusszeit sowie der ISO, diese möchte ich euch im folgenden Teil anhand von Beispielbildern darstellen.
Vielleicht habt ihr gerade eure Kamera und ein Objektiv zur Hand. Dann könnt ihr gleich verschiedene Einstellungsmöglichkeiten durchspielen und ein paar Schritte direkt visualisieren.

Schaut doch mal direkt ins Objektiv, sozusagen wie bei einem „selfie“ nur eben genauer. Im dunklen Inneren sieht man ein kleines Loch und dreht ihr nun am Rad für die Einstellung der Blendenöffnung bzw. verändert den Blendenwert, so werdet ihr feststellen das sich das Loch vergrößert (kleine Blendenzahl) oder verkleinert (große Blendenzahl).
Es erklärt sich also fast von selbst, dass man so den Lichteinfluss ins Objektiv regeln kann.

Was heißt das aber nun für unsere Aufnahme? Die Blende dient uns einmal zur Regulierung der Lichtmenge die ins Objektiv und auf den Sensor trifft, ebenso kann über die Blende auch die Tiefenschärfe (Schärfentiefe) gesteuert .

Vielleicht erkennt ihr schon einen möglichen Konflikt der in dunkler Umgebung auftreten kann.

### Bilderreihe Blende ###

Bilderreihe_Blende-1024x344

Die Bilderreihe verdeutlicht nochmals die abnehmende Belichtung bei steigendem Blendenwert (ergo kleinerer Blendenöffnung).

Als weiteren Parameter möchte ich Euch nun die Belichtungszeit näher bringen. Die Verschluss- oder auch Belichtungszeit muss nämlich ebenso betrachtet werden wenn man korrekt belichtete Bilder erhalten möchte.

Hinter der Blende befindet sich (unteranderem) der Verschluss sowie der Spiegel (bei spiegellosen Kameras entsprechend nur der Verschluss). Über den Parameter der Belichtungszeit lässt sich steuern wie lange Licht auf den Bildsensor trifft, bzw. wie lange der Verschluss geöffnet wird.
Bei der Aufnahme heißt das für uns, dass wir bestimmen können (je nach Lichtsituation) wie viel Licht auf den Sensor fallen muss um ein möglichst korrekt belichtetes Bild zu erhalten. In der vorherigen Reihe lag die Belichtungszeit bspw. bei 1/25s.

Was kann uns in der Veränderung der Belichtungszeit einschränken?
Zuerst möchte ich Euch eine Faustregel nennen, um die Wahrscheinlichkeit für scharfe Bilder zu erhöhen: „Der Kehrwert der Brennweite, gibt mir die Belichtungszeit an die ich ohne Stativ halten kann.“ Ein Beispiel: Ich will ein weit entferntes Werbeschild aus einer Häuserschlucht heraus fotografieren. Meine Brennweite liegt bei 150mm, folglich ist der Kehrwert 1/150. Nun sollte man möglichst die Belichtungszeit immer noch ein wenig kürzer wählen um Verwackelungen sicher vorzubeugen. Jetzt sind wir aber in einer Häuserschlucht und haben nur noch das Abendlicht zur Verfügung, somit müssen wir also die Belichtungszeit verlängern und uns mit einem Stativ behelfen oder eben die Blende öffnen (kleine Blendenzahl). Durch eine Veränderung der Blende würde sich natürlich auch wieder der Schärfebereich verändern, im Beispiel wäre dies möglicherweise kein Problem, da so nur das Werbeschild scharf dargestellt würde.

Ich hoffe ich konnte Euch so darstellen wie die beiden Parameter Blende und Belichtungszeit zusammenhängen. Nun habt ihr auch eine Vorstellung wie ihr auf diverse Lichtsituationen reagieren könnt.

### Bilderreihe Verschlusszeit ###

Bilderreihe_Belichtungszeit-Kopie-1024x456

Als letzte Erweiterung möchte ich die ISO-Einstellung anfügen. Ich beschreibe die ISO immer gerne als eine Art Belichtungs-„push“, da durch die ISO-Einstellung die Empfindlichkeit der Kamera bzw. des Bildsensors verstärkt und die Belichtung in dunklerer Umgebung nochmals angehoben werden kann. Dies ermöglicht z.B. im Sportbereich schnelle Verschlusszeiten bspw. bei Mountainbike-Events (o.ä.) im Wald (dunkler Umgebung).

Wichtig ist die ISO immer mit bedacht zu wählen, da bei sehr hohen ISO-Stufen (je nach Kamera verschieden) die Bildqualität nachlässt. In Form von Bildrauschen zeigt sich die Minderung der Bildqualität. Je höher die ISO-Stufe, desto stärker wird das Bildrauschen (je nach Kamera unterschiedlich).

### Bildreihe ISO ###

Bilderreihe_ISO-1024x344

Ich hoffe ihr konntet nun einen kleinen Überblick über die wichtigen Parameter der Fotografie erhalten. Abschließend möchte ich noch ein paar Worte als Fazit und Zusammenfassung anführen, wie man dann direkt beim Shooting mit den Kameraeinstellungen arbeitet und eben diese anpassen kann.

Ihr solltet euch immer ein paar Vorüberlegungen machen bevor ihr eure Bilder macht.
Was werde ich fotografieren?
Welches Equipment kann ich mitnehmen (z.B. Stativ) ?

Zu welcher Tageszeit werde ich fotografieren (Abendlicht oder zur Mittagszeit bei starker Sonneneinstrahlung) ?
Bei welchem Wetter werde ich fotografieren? (starke Bewölkung oder wolkenloser Himmel)

Mit diesen wenigen Fragen habt ihr nun einige Punkte abgedeckt. Sowohl was eure Einstellung im Bezug auf Blende, aber auch im Bezug auf Belichtungszeit oder ISO betrifft.

Stellt euch vor ihr hättet ein Modelshooting unter freiem Himmel im Abendlicht. Somit wäre schon mal ein Teil der Fragen geklärt. Wir wissen einerseits, durch das Abendlicht ist die Lichtmenge eingeschränkt und andererseits, sofern wir aus der Hand fotografieren, ist unsere Belichtungszeit möglicherweise nicht kurz genug. Wir müssen also entweder eine externe Lichtquelle mitnehmen oder eben die ISO-Einstellung entsprechend anpassen.

### Finalbild 1+2 ###

Finalbild-1-1024x618

Finalbild-2-1024x768

Dies könnte man nun noch weiter ausführen, was aber wohl dann den Rahmen für einen Quicktipp sprengen würde. Ich hoffe ihr könnt einige interessante Fakten und Erkenntnisse aus meinem kleinen Tutorial mitnehmen und diese bei euren nächsten Shootings einsetzen.

An dieser Stelle ein Dankeschön an Euch für das Lesen dieses Quicktipps und natürlich an we-are-photography.COM für die Veröffentlichtung.
Ich wünsche Euch allen weiterhin viel Spaß und Freude am Fotografieren.

Falls ihr Interesse an Vertiefungen oder weiteren Quicktipps dieser Art habt, dann kontaktiert mich gerne im Forum (User: lrfoto) oder schreibt mir eine Nachricht bei Facebook oder eine Mail an die untenstehende Mailadresse.

Viele Grüße

Laurin

Mail: laurin@we-are-photography.com
Facebook: ReaL Photography (Laurin Ring Fotografie)

2017-11-26T13:12:04+00:00
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