Interview mit „Andreas Fürst“

Hallo Andreas Fürst, zu Anfang wäre es schön erst einmal etwas über dich zu erfahren! Woher kommst du und Könntest du mir vielleicht etwas über dich und wie du zur Fotografie gekommen bist erzählen?

Hallo, erst mal vielen Dank für die Einladung zum Interview.

Geboren bin ich in der nördlichsten Stadt von Thüringen, Nordhausen, lebe aber seit ein paar Jahren in Neuwied am Rhein.

Ich bin 50 Jahre alt und Sachverständiger für Spielplätze,

Die „intensive“ Fotografie mache ich seit ca. 5 Jahren habe aber schon von Kindheit an fotografiert, erst unter Anleitung vom Vater und dadurch schon früh eine eigene Cam gehabt.

Damals noch Analog und bin erst spät in die digitale Fotografie eingestiegen.

Die Faszination den Augenblick einzufangen hatte mich schon immer gereizt.

Zur ersten Frage noch ein kleiner Zusatz; Was motiviert dich und woher holst du deine Motivation?

Fotografie ist für mich eine Entspannung vom Alltag, sich auf was anderes konzentrieren. Durch meine Reisetätigkeit bekomme ich viele Eindrücke aus anderen Regionen, das macht neugierig, ist spannend. Mit der Cam in der Hand kann ich andere teilhaben lassen was ich sehe und wie ich es sehe.

Was ist das Spannende oder Wichtigste was du durch die Fotografie gelernt hast?

Geduld,

Das viel mir bei der Frage als erstes ein. Es bringt nichts nur den Auslöser zu drücken und die Speicherkarte zu füllen, manchmal ist es das „eine Foto“ das Erinnerungen hervorholt oder die Stimmung in einem weckt.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Natürlich, ich bin aber immer wieder neu dabei meinen Stil zu finden, ist wohl auch ein Prozess eines Fotografen. Man lernt immer wieder neu dazu und setzt es in neuen Szenen oder in der Bearbeitung um.

Detailreich, oft lege ich Wert auf klare und scharfe Fotos.

Wie sieht bei dir die Planung von einer konzeptionellen Idee bis zum Endprodukt aus? Hast du öfter mal Angst deine Ideen nicht perfekt umzusetzen?

Planen tu ich meine Fotografie nur unwesentlich, bei Landschaftsaufnahmen gibt das Wetter und die Örtlichkeiten die jeweiligen Bedingungen vor, bei Naturaufnahmen zählt es den richtigen Augenblick zu erwischen, das übernehme ich zum Teil auch in die Peoplefotografie. Da kann man Sets mit der passenden Location planen, da gilt es aber eine Stimmung einzufangen.

Bei dir findet man hauptsächlich Landschaftsbilder. Wie kam es dazu und was für Gefühle versuchst du damit im Betrachter auszulösen?

Ich bin pragmatisch und habe mir selber einen Prozess aufgelegt.

Der sah folgendermaßen aus, erst Natur- und Makroaufnahmen um Details zu erkennen und richtig festzuhalten, dann Landschaftsaufnahmen auch technisch gut umzusetzen, danach erst mit den Erfahrungen den Bereich der Peoplefotografie betreten.

Ich weiß das viele Photographen genau anders herum anfangen.

Ich zitiere mal einen Freund „mein Weg und meine Art“

Was wäre deine Traum Location für ein Shooting?

Für Landschaftsaufnahmen und Langzeitbelichtung Dubai, das habe ich auch schon in Planung, für Landschafts- und Naturaufnahmen, Schweden und Norwegen was ich mir früher oder später auch erfüllen werde.

Wenn ich an Locationen für den Peoplebereich denke, fällt mir Südafrika ein, allein schon wegen den da vorherrschenden Lichtverhältnissen.

Wenn du Kritik bekommst, wie gehst du damit um?

Sachlich wenn sie sachlich formuliert ist. Ich weiß das noch einiges lernen darf da passt manchmal ein Anstubser in die richtige Richtung schon.

Hast du ein neues Projekt in Planung, bei dem du uns vielleicht einen kleinen Einblick gewähren möchtest?

Ja, ich habe da eine größere Festplattenlücke.

Wie schon erwähnt bin ich viel unterwegs, die regionalen Eindrücke sind bis jetzt etwas zu kurz gekommen. Oft werde ich angesprochen mein Portfolio mit gerade diesen regionalen Fotos zu erweitern.

Wenn du dir Künstler für eine Gemeinschaftsarbeit aussuchen dürftest, welche wären es und wieso genau dieser?

Hmmm, als erstes Andreas Jorns, weil ich es mag wie er einfach super Fotos macht.

Dann noch Pavel Kaplun, mit den würde ich gerne einfach mal eine Städtetour machen.

Du bist relativ frisch von einem hochwertigen Canon-Equipment zum kompletten Fuji-System gewechselt. Warum bist du diesen Schritt gegangen und was sind deine ersten Erfahrungen, Vor- und Nachteile der beiden Systeme?

In erster Linie die Zukunftsorientierte Technik.

Keine Frage, Canon ist eine gute Technik mit der es auch Spaß macht zu arbeiten. Wenn man so wie ich sich intensiv mit dem Innenleben einer Cam beschäftigt, das Zusammenspiel von Sensoren und Objektiven analysiert, wird man auch kritisch.

Canon schläft zurzeit ein wenig, Mitbewerber wie Fuji oder Sony sind da innovativer.

Sensoren ohne Tiefpassfilter, mit gutem Dynamikumfang, kommen meiner Landschaftsfotografie entgegen. Gut berechnete Objektive sind auf die Sensoren abgestimmt, angenehmes Handling haben mich mehr oder weniger in die Fuji Sparte geschubst.

Bei Canon muss man leider bei hohen technischen Ansprüchen viel mehr das Konto belasten. Cam mit angesetzten Objektiv wiegen schnell mal über 2 Kilo und wenn man wie ich in der Schweiz einen Berg 2000 Meter hockkrabbelt, denkt man schon über Alternativen nach.

Das ist nicht ein unerheblicher Faktor bei einer kompletten Foto Ausrüstung.

Kameraeinstellungen sind schon im Ruhezustand der Cam bei Fuji schnell gemacht, das hilft bei der Konzentration auf das wesentliche, dem Foto.

Meine ersten Fotos habe ich mit der XT2 und „Altglas“ gemacht. Also Objektiven aus der analogen Fotografie, sie sind leicht adaptierbar und haben ihren eigenen Charme.

Die Nachbearbeitung, gerade bei der Schärfe oder Objektivverzeichnungen ist bei Fuji so gut wie überflüssig, das spricht sehr für das System.

Würdest du uns vielleicht noch dein derzeitiges Lieblingsbild zeigen und ein paar kurze Worte dazu sagen?

Gerne, es ist auch gerade mein Bildschirmhintergrund, es zeigt eine Perspektive aus dem Dockland in Hamburg.

Hamburg Andreas Fürst

Hamburg Andreas Fürst

Zum Abschluss – Was würdest du allen angehenden Fotografen für die Zukunft mitgeben?

Orientiert Euch nicht nach Erfolg, geht euren eigenen Weg und lauft nicht hinter einem Hype hinterher. Fotografieren heißt nicht „Fotos bearbeiten“! Versucht gleich ein Foto so zu schießen das es wenig Nachbearbeitung benötigt, Stimmungen, Gefühle kann man nicht nachentwickeln. Nehmt die Cam in die Hand und lasst euch treiben, fangt das ein was euch berührt und Ihr seht.

Und noch was, bei sogenannte „Fotografen“ bei denen das Marketing in Vordergrund steht, haben oft wenige gute Fotos in ihrem Portfolio, brauchen sie auch nicht denn sie verdienen anders Ihr Geld.

 

Weitere Informationen über Andreas Fürst findet ihr auf den folgenden Seiten.

http://www.reflection-of-life.de/

https://www.facebook.com/af.reflection.of.life/

https://www.facebook.com/af.reflection.oft.life.people/

 

2017-11-26T15:11:34+00:00
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