Erzähl mir bitte etwas über dich und sag mir wie du zur Fotografie gekommen bist.

Ich heiße Bene Kühn, bin am 07.08.97 geboren und noch 16 Jahre alt. Ich wohne in Brühl bei Köln. Zur Fotografie bin ich durch meinen Vater gekommen. Ich hab seine DSLR in die Hände bekommen vor gut 1 1/2 Jahren. Es war nicht das erste Mal, dass ich eine Kamera in der Hand hatte, aber es war das erste Mal, dass Sie mich richtig gefesselt hat. Nach ein paar Knipsereien weckten dann die vielen Zahlen und Zeichen mein Interesse und so fing es dann an.

 

Woher holst du deine Motivation zur Fotografie?

Meine Motivation entsteht aus meiner Begeisterung für die Fotografie. Ich mag es Geschichten zu erzählen und den Menschen meine Sicht auf die Dinge zu zeigen. Hinzu kommt mein Ehrgeiz, immer besser zu werden.

Wie fängt für dich der Prozess bis zum fertigen Bild bei dir an?

Der Prozess fängt bei mir mit einer Idee oder Inspiration an, die dann zu einem Konzept wächst. Meist suche ich dann im Internet nach Bildern, die ein ähnliches Motiv haben oder die den Look (z.B. Lichtsetting oder Location) haben, den mein fertiges Bild auch haben soll. Nachdem ich weiß, in welche Richtung es gehen soll, suche ich mir ein Team, dass die Idee mit mir realisiert. Wenn das Team dann steht, meistens bestehend aus einem Model, Annika Henne, die eine bezaubernde Make-up Artistin ist und meiner Freundin, Chiara Luegh, die sich bestens mit Photoshop auskennt, treffen wir uns und ich stelle ihnen meine Idee vor. Oft fallen den Anderen noch kleine Details ein, die dann verbessert werden können.

Wie würdest du das perfekte Bild beschreiben?

Ich finde nicht, dass es DAS perfekte Bild gibt. Wäre doch auch langweilig, wenn es nur das eine perfekte Bild gibt, was dann alle fotografieren, oder?

Gibt es eine Fotografie die dich kürzlich inspiriert hat und willst du es uns zeigen?

Klar, die gibt es! Mein nächstes Projekt ist eine Facebook-Kampagne und auf der Suche nach Inspirationen bin ich auf eine Kampagne der U.N. gestoßen, die mich sehr gefesselt hat! (http://www.buzzfeed.com/hunterschwarz/un-ad-campaign-shows-what-the-internet-thinks-of-women)

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich bin da sehr experimentell. Und es hängt oft von meiner Laune und dem Projekt ab. Mal liebe ich es mit aufwendigem Blitzlicht und beim nächsten Mal fotografiere ich ohne jeglichen Schnick-Schnack nur mit der Sonne. Was jedoch immer gleich bleibt ist eine gewisse Natürlichkeit in den Bildern.

Was sind drei einzigartige Dinge, die dich und deine Werke von den anderen abheben?

Schwere Frage. Ich glaube zum einen ist es mein Alter, durch das ich eine andere, vielleicht modernere, Sicht auf viele Themen habe. Dann meine Begeisterung zur „klassischen“ Fotografie. Trotz aller Möglichkeiten, die einem heute von Photoshop & Co geboten werden, probiere ich immer, das Bild in der Kamera schon so hinzubekommen, wie ich es mir vorstelle. Und als letztes, mein Ehrgeiz immer besser werden zu wollen.

Welchen Fotografen oder Künstler würdest du gerne kennen lernen?

Oh, da gibt es einige. Zum Beispiel Kristian Schuller, Guido Karp oder Thomas von Aagh. Also wenn ihr das lest, meldet euch! 😀

 

Würdest du uns vielleicht noch dein derzeitiges Lieblingsbild zeigen und ein paar kurze Worte dazu sagen?

 

 

© Bene Kühn

© Bene Kühn

 

Klar! Mein derzeitiges Lieblingsbild ist das finale Bilder meiner letzten Serien mit dem Titel „Be Yourself“. In dieser Serie ging es um das Thema „Genderismus“. Den Unterschied zwischen dem sozialen und dem biologischen Geschlecht finde ich ein sehr interessantes Thema. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch das Recht hat, so zu sein, wie er sich fühlt und das auch frei ausleben dürfen sollte. In der Serie wird der Protagonist, ein Mann, der sich schminkt, in verschiedenen Lebenslagen gezeigt. Die Serie beginnt mit einem natürlichen Bild, wo er quasi ungeschminkt ist und geht durch verschiedene Lebensbereiche, wie Beruf und Freizeit. Sie schließt mit meinem derzeitigen Lieblingsbild: Ein Modebild im Studio.

Zum Abschluss – Was würdest du allen angehenden Fotografen für die Zukunft empfehlen?

Ich finde es wichtig, dass man einen Traum hat. Ein bestimmtes Ziel, auf das man hinarbeitet. Und wenn man das hat, dann heißt es meiner Meinung nach: Üben, üben, üben! Dann kann man seine Träume verwirklichen, da glaube ich dran.