Interview mit „Jonathan Besler“

Hallo Herr Besler, zu Anfang wäre es schön etwas allgemeines über Sie zu erfahren!

Ich bin seit kurzem 22 Jahre alt und habe Ende September mein Mediendesignstudium in Ravensburg abgeschloßen, nun werde ich mich vollkommen der Fotografie widmen.

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?

Ich habe mit 16 Jahren angefangen Landschaften und Gebäude am PC in 3d aus meiner Fantasie heraus zu bauen, habe dadurch mich auch viel mit Fotos beschäftigt. Die Fotos haben mich dann mit fast 19 Jahren dazu veranlasst meine erste Spiegelreflexkamera zu kaufen, mit der ich einfach alles ausprobiert habe und schnell zur Landschaftsfotografie gefunden habe.

Wie würden Sie das perfekte Bild beschreiben?

Ein wirklich perfektes Bild findet man selten, ich denke ein tolles Bild macht es aus, dass man auch mal länger hinschaut und Details begutachtet, die nicht auf den ersten Blick sichtbar werden.

Wie läuft bei Ihnen der Prozess eines Bildes ab? Vom Beginn der Idee, bis zur Auswahl der Location, zum Shoot und dann zur Bearbeitung…

Das ist meist sehr spontan, manchmal mache ich mir mehr Gedanken, grundsätzlich entscheidet aber die Stimmung vor Ort wie ich vorgehe. Bevor ich ein Bild aufnehme habe ich normalerweise schon ein fertiges Bild im Kopf und versuche es dann so aufzunehmen. Die Nachbearbeitung ist ein wichtiger Prozess des ganzen, hierbei soll es so herauskommen, wie ich es beim Aufnehmen empfunden habe und dem Bild nahe kommen, das ich im Kopf hatte.

Bei Ihren Bildern sehe ich sehr viel Natur und Astrofotografie, wie kamen Sie genau zu diesem Bereich der Fotografie?

Die Landschaftsfotos habe ich direkt zu Beginn angefangen, da ich direkt in den Allgäuer Alpen wohne und somit die perfekten Bedingungen für solche Fotos habe. Fotos in der Nacht habe ich auch relativ früh aufgenommen, mich hat es fasziniert, was die Kamera so einfängt, was mit dem Auge so oft nicht sichtbar ist.

Wie gehen Sie mit Kritik um?

Ich versuche mich immer weiter zu verbessern, probiere gerne was aus und bin sehr froh, wenn jemand mir konstruktive Kritik gibt. Das hilft mir oft sehr weiter.

Was ist das Spannendste oder das Wichtigste, welches sie durch die Fotografie gelernt haben?

Ich nehme mir mittlerweile mehr Zeit vor Ort, um die Umgebung anzuschauen, ohne dass ich Fotos mache. Durch die ganzen Details, die ich sonst nicht sehen würde, sehe ich viele neue Motive. Diese versuche anschließend fotografisch festzuhalten.

Haben Sie ein Neues Projekt in Planung, von welchem Sie uns etwas verraten könnten?

Aktuell ist mein neuer Kalender im Verkauf, ich arbeite an einem neuen Zeitrafferfilm, der Ende 2015 erscheinen wird. Außerdem habe ich die Überlegung 2015 einen Bildband mit meinen Fotos herauszubringen, das muss aber noch geplant werden.

Zum Abschluss – Was würden Sie allen angehenden Fotografen für die Zukunft mitgeben?

Am wichtigsten ist es immer alles auszuprobieren, ich habe mir alles selbst beigebracht, indem ich solange rumprobiert habe, bis ich ein akzeptables Ergebnis hatte. Dies kann oft sehr lange dauern, aber zum Schluss ist man umso zufriedener mit sich selbst. Ebenfalls wichtig ist es, die Kamera von Anfang an komplett Manuell zu bedienen, ich habe noch nie eine einzige Entscheidung der Kamera überlassen, denn ich möchte ein Foto machen, das ich komplett selbst aufgenommen habe.

2017-11-26T13:12:01+00:00
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