Hallo Laura, ich denke einige kennen dich und trotzdem wäre es schön, wenn du uns etwas über dich erzählen könntest und außerdem noch wie du zur Fotografie gekommen?

Das werde ich natürlich gerne tun! Mein Name ist Laura Helena Rubahn von LauraHelena Photography. Der ein oder andere kennt mich vielleicht über Facebook oder hat mich auf der Photokina 2014 persönlich kennengelernt. Was soll ich zu meiner Person erzählen? 😀 Ich bin 24 Jahre alt und seit 7 Jahren beherrscht die Fotografie mein Leben. In der 11. Klasse bekam ich durch einen Freund das erste Mal eine Kamera in die Hand & naja danach habe ich sie nie mehr weggeben. Es folgte ein Fachabitur im Bereich Gestaltung, ein Praktikum bei einem Fotografen & bei einer Werbeagentur, danach dann die Fachschule für Fotografie in Heidelberg. Nach diesen Stationen entschied ich mich für die Selbstständigkeit und diese betreibe ich bis heute.

Zur ersten Frage noch ein kleiner Zusatz; Was motiviert dich und woher holst du deine Motivation?

Mich motiviert, das ich eigentlich jeden Tag genau das mache worauf ich Lust habe. Ich biete generell nur Dienstleistungen an wo ich mit ganzem Herzen bei der Sache bin, wo ich mich kreativ verwirklichen darf. Klar liege auch ich manchmal morgens im Bett und denke *Bitte noch 5 Minuten* 😉 Wenn ich mich dann aber aus den Federn gekämpft habe und die Kamera in die Hand nehme ist dieses Gefühl wie ausgeknipst. Dazu muss ich sagen das die treibende Kraft wahrscheinlich wirklich meine Kreativität selbst ist. Das war sie schon immer früher habe ich gemalt, heute fotografiere ich. Wenn ich etwas wirklich will gebe ich 150% .

Wie sieht bei dir die Planung von einem Projekt aus? Von der ersten Idee bis zum Bearbeiten und zur anschließenden Veröffentlichung auf deiner Seite?

Eine SEHR gute Frage. Ich muss gestehen das ich sehr spontan und sein kann allerdings bin ich ganz gut Dinge schnell zu organisieren und habe ein Team was mindestens genauso spontan ist wie ich. Ich gehe bei der Frage jetzt einfach mal von einem freien Projekt aus. Meist liege ich im Bett und plötzlich habe ich eine Shootingidee. Oft inspirieren mich hierbei Bücher, Filme oder Musik , aber ab und an auch andere Fotografen. Ich schreibe mir die Idee auf, danach beginne ich ein Team um mich zu scharen. Mittlerweile besteht dieses meist aus einem festen Kern. Also Models, Designer & Make up Artisten, die ich kennen und schätzen gelernt habe, auf die man sich verlassen kann. Wir suchen uns dann gemeinsam ein Datum an dem das gesamte Projekt umgesetzt wird. Die meiste Zeit nimmt an sich immer das Styling in Anspruch … Vor allen Dingen wenn ich im Vorfeld noch einen Kopfschmuck bastle. Das Shooting an sich ist meist kurz und schmerzlos. Wenn es nur um ein Styling geht brauchen wir meist zwei Stunden. Bei der Bildauswahl hilft mein Team im Anschluss meist. Gut das wir den selben Geschmack haben :D. Danach geht es an die Bearbeitung. Hier habe ich zwar mittlerweile einen Rahmen an Einstellungen und Bearbeitungen, den ich immer nutze aber ich experimentiere auch sehr gerne, wodurch immer mal wieder etwas neues entsteht. Danach poste ich das Bild dann entweder gleich oder wenn die Zeit gerade ungünstig ist plane ich den Post vor. Ich bin dann immer ganz ungeduldig und freue mich auf das Feedback.

Du kennst Calvin Hollywood ja recht gut; wie ist es mit so jemanden zusammen zu arbeiten und was war bisher der schönste Moment in eurer gemeinsamen „Laufbahn“?

Ja ich kenne Calvin, aber ich sehe ihn eher als eine Art Mentor an, die mir geholfen hat ein paar wichtige Türen zu öffnen. Das ist echt nicht selbstverständlich und ich rechne es ihm unheimlich hoch an und bin Dankbar. Wer weiß ob ich nun schon genauso weit wäre. Ich vermute mal nicht. Ich finde toll das es Menschen wie ihn gibt und hoffe das ich irgendwann anderen Talenten, die ein oder andere Tür öffnen kann. Den ersten Schritt muss man allerdings immer selber gehen. Mhhhh. Was war der schönste Moment ? Einmal trafen wir uns ungeplant im ICE Richtung Mannheim gleich nach meinem Urlaub. Das war einfach so ein lustiger Zufall, dass wir es beide nicht fassen konnten & einfach nur einen lockeren Smaltalk geführt haben, zwar über Fotografie aber ab vom Trubel. Das ist mir irgendwie sehr positiv in Erinnerung geblieben. Auf der Photokina war es auch sehr cool, aber durch den ganzen Trubel war man zeitlich sehr unflexibel 😉

Auf der Photokina hattest du Vorträge und warst selbst Model, was hattest du dabei für ein Gefühl?

Um genau zu sein hatte ich meinen aller ersten großen Vortrag auf der Photokina in diesem Jahr für Video2brain. Vorher war ich wahnsinnig aufgeregt… wie das halt so ist. Als ich dann aber registriert habe dass so viele Leute nur wegen mir gekommen sind, war ich überglücklich. Es hat mir so viel Spaß gemacht. Ich hoffe dies in Zukunft noch öfter zu machen. Modeln tue ich ja nur in Ausnahmefällen und Jamari macht einfach zu großartige Bilder um ihr einen Wunsch abzuschlagen 😀 Also habe ich für sie gemodelt. Vor so vielen Menschen war das echt super komisch muss ich sagen. Aber in einem Super Team wie dem unseren hat man ja immer Spaß & wenn Jamari dich als Model möchte sagt wohl niemand nein 😀 Ich bin froh es gemacht zu haben, denn das ließ mich wieder um eine Erfahrung wachsen.

Hast du ein neues Projekt in Planung, bei dem du uns vielleicht einen kleinen Einblick gewähren möchtest?

Ich arbeite aktuell an einem neuen winterlichen Kopfschmuck 🙂 Was damit geplant wird ist eine Überraschung. Es kann sein das er diesen Sonntag schon zum Einsatz kommt.

Kommt es vor das du Kritik bekommst und wenn ja, wie gehst du damit um?

Klar bekomme ich Kritik & das ist auch gut so, denn an ihr kann man wachsen und von ihr lernen. Es gibt nix besseres um sich zu verbessern, solange sie konstruktiv ist. Ist Kritik konstruktiv nehme ich diese dankend an und versuche durch sie zu lernen. Verletzende Kommentare oder Gemeinheiten sollte man einfach ignorieren oder drüber stehen. Meist sind solche Personen nur neidisch und gönnen dir deinen Erfolg nicht.

Wenn irgendein Fotograf ein Bild von dir machen dürfte, welchen würdest du dir aussuchen? Auch wenn wir wissen, dass du ja einige super tolle Arbeitskollegen hast und mit diesen auch schon fotografische Erfahrungen sammeln konntest.

HAHAH, ohje 😀 ich weite das Ganze mal auf drei aus und schließe die Fotografen aus mit denen ich schon gearbeitet habe, denn mit ihnen würde ich immer wieder arbeiten.

Lina Tesch

Kirsty Mitchell Photography

Alexandra Evang (wird bereits geplant ;))

Würdest du uns vielleicht noch dein derzeitiges Lieblingsbild zeigen und ein paar kurze Worte dazu sagen?

Soetwas finde ich immer besonders schwer 😀 Gut ich nehmen mein aktuelles Vampirbild *Unstillbare Gier*, weil Halloween ansteht. Ich liebe es meinen Stil einfach immer wieder neu zu erfinden, mal in die ganz märchenhafte Richtung und diesmal bin ich eher in die gruselige Schiene gegangen. Trotzdem würde man auch ohne Logo erkennen, dass dieses Bild von mir stammt. Besonderheit aktuell ist, das ich viele Bilder so bearbeite das sie fast wie Gemälde aussehen. Möchtest du noch etwas zu dem Bild wissen ?

 

 

© Laura Helena

© Laura Helena

Zum Abschluss – Was würdest du allen angehenden Fotografen für die Zukunft mitgeben?

Rein technisch gesehen würde ich jedem Anfänger raten sich zu allererst eine gute Festbrennweite zuzulegen. Der Kamerabody ist zu Anfang eher unwichtig in meinen Augen. Ich habe mit der 1000 D schon tolle Sachen gezaubert. Seit kreativ und hebt euch von anderen ab. Ein technisch perfektes Bild kann immer noch langweilig sein, wenn die Idee dahinter nicht gut ist.