Interview mit „Martin Marny“

Erzähl mir bitte etwas über dich und sag mir wie du zur Fotografie gekommen bist.

Hallo zusammen. Ich heiße Martin Marny, bin 28 Jahre alt und komme aus Wuppertal. Ich bin verheiratet und habe einen kleinen Sohn 😀 Fotografiert habe ich eigentlich schon immer sehr gerne, da es mir unglaublich viel Spaß macht, Momente oder Stimmungen in Bildern festzuhalten. So kam es dann, dass ich mir im Jahr 2010 dann auch meine erste DSLR gekauft habe und ab da hat mich das Fotofieber dann richtig gepackt 🙂

 

Hast du ein aktuelles Shooting in Planung, zudem du uns etwas verraten magst?

Hmmm, zur Zeit sind einige Shootings in Planung 🙂 Eines auf das ich mich besonders freue, ist Ende Mai. Um was es da genau geht, möchte ich noch nicht verraten, aber es wird auf jeden Fall ein etwas größeres Projekt und es wird wiedermal eine Zusammenarbeit von mehreren Fotografen werden 😉

 

Der Prozess, von der Idee, zur Umsetzung und dann zur Bildbearbeitung und Veröffentlichung eines Bildes ist lange.. Wie läuft das alles bei dir ab?

Das kommt immer ganz darauf an, wie aufwändig die Idee ist. Als gutes Beispiel für ein aufwändigeres Projekt fällt mir da unser Flugplatz-Shooting zusammen mit Lisa ein. Als wir dieses Shooting geplant hatten, hatte ich die Idee ein Bild mit Lisa umzusetzen, bei dem sie mit einem Koffer neben dem Flugzeug steht, dann aber nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt, sondern mit bunten Ballons. Für diese Bildidee musste dann natürlich einiges vorbereitet werden. Es musste ein alter Koffer besorgt werden, wir brauchten fliegende Ballons, wir mussten uns überlegen, wie und wo man das Flugzeug hinstellt und, und, und… Dann muss man das Bild natürlich noch für die Montage fotografieren und dann später am Rechner retuschieren. Gleichzeitig macht sich das Model noch Gedanken um passende Kleidung, das Posing und die Mimik… Wie ihr seht, ist es wirklich manchmal ein etwas längerer Weg. Es geht aber auch gerne mal völlig unkompliziert. Für eher natürliche Portraits zum Beispiel… Man verabredet sich an irgendeiner coolen Location zum Shooting und gibt einfach Gas 😀 Gerade im Sommer mache ich das sehr gerne.

 

Wie würdest du das perfekte Bild beschreiben?

Puhhh das ist eine gute Frage… Ich weiß es eigentlich gar nicht so recht… Ich würde sagen, das perfekte Bild ist ein Bild, dass dem Betrachter auch nach dem Anschauen noch im Kopf bleibt. Vielleicht erzählt es eine tolle Geschichte, oder es ruft ein bestimmtes Gefühl hervor. Auf jeden Fall denkt man, wenn man es sich anguckt, einfach nur „WOW“ 😀 Und das auch noch, wenn man es sich ein zweites und ein drittes Mal anguckt 😀 Ich glaube, wenn das zutrifft, hat man ein perfektes Bild vor sich.

 

Was macht dir am meisten Spaß – mehr die normale Peoplefotografie oder mehr Digital Art?

Ich finde beide „Gebiete“ unglaublich reizvoll und beide machen mir viel Spaß. Bei mir werden immer generell alle Bilder in Photoshop oder Lightroom bearbeitet, aber Bilder die in die Richtung Digital Art gehen meistens sind es bei mir Montagen, werden natürlich dann noch intensiver und auch länger bearbeitet. Aber wie gesagt, mir macht beides total Spaß, ob es nun die sehr intensive Beschäftigung mit einem Bild ist und das Erschaffen neuer Welten in Montagen oder das Bilder gestalten on Location in direkter Zusammenarbeit mit dem Model. 😀

 

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Meine Bilder sind meist sehr detail- und kontrastreich und ich mag es auch sehr gerne, Farben intensiv einzusetzen. Am liebsten mag ich es eigentlich richtige „Szenen“ nachzustellen, also mit dem Bild eine kleine Geschichte zu erzählen 🙂

 

Was sind drei einzigartige Dinge, die dich und deine Werke von den anderen abheben?

Wieder so ein schwere Frage, ihr Schlingel! 😉 Ich bin einer, der lieber von einem Shooting mit zwei oder drei Bildern, die dafür alle unterschiedlich sind und richtig bei mir persönlich „zünden“, nach Hause kommt, als mit 20 Bildern, die aber dann alle recht gleich sind. Das ist so meine persönliche Einstellung. Wenn ich jetzt überlege, was meine Bilder einzigartig macht, würde ich wieder antworten, wie in der Frage davor. Ich finde meine Bilder sind sehr detail-, kontrastreich und farbintensiv 😀

 

Welches Shooting war bisher dein allerliebstes?

Wenn ich ganz ehrlich bin, fotografiere ich am liebsten eigentlich meinen kleinen Sohnemann 😀 Da geht mir jedes Mal das Herz auf 😀 Wenn ich jetzt aber von größeren Shooting Projekten ausgehe, habe ich eigentlich zwei Lieblinge. Einmal das Star Wars Shooting von eosAndy, Daniel Dornhörer und mir und das Flugplatzshooting von Andy und mir. 😀

© Martin Marny

© Martin Marny

 

 

 

Hast du derzeit ein Lieblingsbild und kannst ein paar kurze Worte dazu sagen?

Mein derzeitiges Lieblingsbild kommt auch aus dem Star Wars Projekt. Es ist das Bild „Don´t mess with Boba“. Das Bild ist eine Montage und wurde vor einer grauen Wand im Studio fotografiert. Der Hintergrund und die Flamme des Flammenwerfers von Boba sind dann in Photoshop entstanden.

 

 

© Martin Marny

© Martin Marny

 

 

Zum Abschluss – Was würdest du allen angehenden Fotografen für die Zukunft empfehlen?

Auf jeden Fall „Machen“!!! Viele bilden sich die ganze Zeit unglaublich viel weiter, schießen aber kaum selbst Bilder und probieren neue Sachen aus. Klar ist Weiterbildung wichtig, aber ganz oben sollte immer die Praxis stehen. Nur so kann man eigene Erfahrungen machen und wird von Shooting zu Shooting besser! Versucht euch von Projekt zu Projekt zu steigern und scheut euch auch nicht, mal größere Sachen anzugehen oder mit anderen Gleichgesinnten zusammenzuarbeiten!

2017-11-26T13:12:01+00:00
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