Hallo Heiko, zu Anfang wäre es schön erst einmal etwas über dich zu erfahren! Könntest du mir daher vielleicht etwas über dich erzählen?

Hey Laura, erst einmal vielen lieben Dank, dass ich in Form dieses Interviews ein Teil Eurer Community sein darf. Das freut mich natürlich sehr.

Nun zu mir. Ich bin 43 Jahre jung und lebe in Schneeberg im schönen Erzgebirge. Beruflich bin ich in der Behindertenhilfe tätig und begleite chronisch psychisch kranke Menschen in ihrem Arbeitsalltag in einer WfbM.

 

Ein kleiner Zusatz noch: Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Fotografiert habe ich schon immer gern und habe auch versucht viel mit Fotos zu experimentieren. Zu analogen Zeiten hatte ich jedoch mehr Ausschuss auf Film gebannt als wirklich gute Bilder 🙂

Leider hatte ich damals nicht den nötigen Ehrgeiz mich in diesem Gebiet weiter zu entwickeln. Erst mit der Einführung der ersten bezahlbaren Digitalkameras wuchs wieder mein Interesse an der Fotografie und somit auch an der Manipulation von Bildmaterial.

Angefangen hat dies allerdings in meiner damaligen Umschulung 1994. Hier lernte ich die ersten Grundlagen zur Bedienung eines PC’s kennen. Damals noch Windows 3.1. Sehr faszinierend fand ich damals schon, wie Grafiken elektronisch dargestellt werden konnten. Und der damalige Dozent schürte diese Faszination noch, weil er genau so begeistert von diesen technischen Errungenschaften war.

Anfangs habe ich nur meine eigenen Urlaubsbilder ein bisschen aufgepeppt und ein wenig mit kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen experimentiert, bis ich dann

vor rund 3 Jahren Photoshop als meinen „kreativen Partner“ für mich entdeckte 🙂

Bis zum heutigen Tag sind wir nun auch ziemlich eng zusammengewachsen.

 

Du arbeitest in drei verschiedenen Bereichen: Digital Art, Fotografie und Verschiedenes. Was davon ist dein liebster Bereich?

Nun, wie eben erwähnt, sind Photoshop und ich dicke Freunde, womit auch diese Frage schon beantwortet wäre – Digital Art.

Jedoch, bedeutet das nicht, dass ich die anderen Bereiche nicht auch gern betreibe.

Gerade im Bereich Fotografie bin ich auch bemüht mich ständig weiter zu entwickeln und somit auch größtmögliche Qualität der Fotos für meine Composings zu erreichen.

Da ich in diesem Bereich auch sehr gerne experimentiere und dieser sehr wichtig für meine künstlerischen Arbeiten ist, würde ich es auch nicht so strikt voneinander trennen

 

Ich bin ein Fan von deinen Digital Arts, woher holst du deine Inspirationen und deine Ideen?

Oh… vielen Dank, Laura. Das freut mich natürlich.

Nun ja, so genau kann ich das gar nicht benennen, woher diese Ideen kommen. Inspiriert werde ich ständig. Seien es Filme, Musik, Bücher (vor allem aus dem Mittelalter-/Fantasygenre), aber auch wenn ich mit meiner Kamera unterwegs bin und etwas für mich Interessantes entdecke, erwacht meine Fantasie und die Ideen werden geboren.

Meine Frau fragte mich einmal als wir unterwegs waren, ob ich bitte auch mal NICHT nur in Pixeln sehen und denken könnte 🙂

 

Wenn du Kritik bekommst, wie gehst du damit um?

Weißt du, es gab mal eine Zeit, da hatte schon allein das Wort „Kritik“ diesbezüglich für mich eine unangenehme Aura. Einerseits lag das an meiner selbstauferlegten aber nicht erreichten Perfektion und aber auch an der Wortwahl resp. Ausführungen einiger Kritiker.

Heute kann ich damit schon viel besser umgehen. Im Grunde genommen, verstehe ich Kritik (auch negativ) solange sie konstruktiv und angemessen in der Formulierung ist, als gute Hinweise und dadurch auch als Bereicherung.

Mittlerweile denke ich jetzt auch, „nobody is perfect“ und im Bezug auf die Formulierung sollte man immer so mit dem Gegenüber kommunizieren, wie man auch selbst gern behandelt werden möchte…

 

Hast du ein neues Bild in Planung, auf das du dich schon total freust und hast du Lust uns da vielleicht einen kleinen Einblick zu gewähren?

Haha… Wie wäre es, wenn ich dir jetzt erzähle, dass ich nicht nur ein Bild in Planung habe, sondern eine ganze Menge?

Ja, momentan ist mein Kopf wieder mal voll mit neuen Ideen und ich kann mich jetzt gar nicht entscheiden, mit welcher ich fortfahre.

Ich würde jetzt einfach mal sagen, lass Dich überraschen.

So viel kann ich aber verraten, es wird erst einmal in Richtung Fantasy-Landschafts-Composing weitergehen.

 

Gab es kürzlich ein Bild, welches dich total inspiriert hat?

Ja, aber auch hier kann ich kein bestimmtes Bild nennen, weil es doch so viele sind, die mich total inspirieren.

Ich habe auf meiner Festplatte einen Ordner „Inspiration“ genannt, der momentan mit den Filmpostern und anderen Digital Art’s aus der „Hobbit-Trilogie“ gefüllt ist.

Ganz Besonders finde ich das Poster aus „Der Hobbit-Smaugs Einöde“, wo der kleine Hobbit auf einem Fels unter einem alten knochigen Baum vor der Zwergenfestung steht 😉

 

Wenn du dir einen Künstler für eine Gemeinschaftsarbeit aussuchen dürftest, welcher wäre es und wieso?

Puh… schwierige Frage.

Es gibt so viele tolle Leute vom Hobbyisten bis hin zum Profi, mit denen ich gern mal etwas machen würde.

Da jedoch mein momentanes künstlerisches Sein von fantastischen Landschaftscomposings bestimmt wird, würde ich da schon gerne mal dem Christian Gerth oder auch dem Jonas de Ro über die Schulter schauen um noch viel mehr über dieses Thema zu erfahren.

Weiterhin hoffe ich ja, dass auch mal die PS-Kumpels ein cooles reales Projekt starten.

 

Würdest du uns vielleicht noch dein derzeitiges Lieblingsbild zeigen und ein paar kurze Worte dazu sagen?

Klar…

Mein derzeitiges und auch in den Communitys erfolgreichstes Bildchen, war das erste mit dem Hintergrund, eine grandiose und fantasievolle Kulisse zu erschaffen.

Ich habe das zwar auch schon in früheren Composings mit menschlichen Protagonisten gemacht, aber nicht in diesem Ausmaß.

Für mich war es hier einfach wichtig, eine Geschichte zu erzählen oder auch eine fantastische Reise für den Betrachter zu buchen, die auch ohne einen Hauptdarsteller der dazu passen würde, auskommt.

Ich denke, auf Grund der großen Resonanz in den Communitys ist mir das auch gut gelungen.

 

 

© Triskelant

© Triskelant

 

 

 

Zum Abschluss – Was würdest du allen angehenden Fotografen für die Zukunft mitgeben?

In einem Kommentar auf Facebook schrieb mir letztens ein Follower: „… mal sehen, wann ich so etwas kann…“

Nun meine Antwort und auch meine Empfehlung ist einfach immer die Gleiche.

„Übung macht den Meister“

Lasst Euch inspirieren, nehmt Eure Kamera und fotografiert was das Zeug hält.

Setzt euch hin nehmt Euren Stift in die Hand und fangt einfach an. Gebt nicht auf, auch wenn mal etwas schief geht (fangt nochmal von vorn an). Nehmt Euch Zeit und übt Euch in Geduld und freut Euch über Eure Arbeiten.

Seht und denkt ab und zu einfach mal in Pixeln 🙂