Interview mit „Yannik Holler“

Hallo Yannik, vielen Dank für deine Zeit! Möchtest du zu Beginn vielleicht erst einmal etwas über dich erzählen?

Hallo we-are-photography Community, natürlich möchte ich euch ein klein wenig von mir verraten. Mein Name ist Yannik Holler, Baujahr 91 und komme aus dem schönen Ludwigsburg bei Stuttgart (BW). Hauptberuflich arbeite ich momentan als Mechatroniker in einem großen Industrieunternehmen. Nebenberuflich habe ich mich der Fotografie, genauer gesagt, der Automobilfotografie zugewandt und verdiene mir nebenher damit mein Taschengeld. Mein großes Interesse zu Autos bestärkt die Leidenschaft zur Automobilfotografie ungemein.

Wie bist du denn zur Fotografie gekommen?

Die Fotografie hat mich schon immer interessiert. Die erste digitale Kamera mit Display hatte ich als kleines Kind schon in der Hand und habe Bilder damit geschossen. Allerdings konnte man das nicht Fotografie nennen. Meine Eltern besaßen eine analoge Canon Kamera, mit der ich auch oft fotografieren durfte. Aber auch das war nur Spielerei. Die Leidenschaft entstand erst, als ich mir klar war, das mir meine damalige Bridgekamera nicht ausreichte um großartige Fotos zu schießen. Ich kaufte mir 2011 eine Canon EOS 60D und zwei Objektive als Einstieg (mittlerweile besitze ich eine 5D Mk2). Schnell war klar: „Das ist mein Hobby!“. Mit vielen Ideen und interessanten Motiven begab ich mich auf die Reise ins digitale Zeitalter. Doch schnell merkte ich, dass Menschen, Tiere und Landschaften schnell langweilig wurden. Es war nicht meine Welt. Mein großes Hobby war damals schon mein Auto. 2012 versuchte ich mich dann erstmals der „Automotive Photography“. Seitdem fotografiere ich fast ausschließlich Autos.

Woher holst du deine Inspirationen?

Meine Inspirationen hole ich mir bei vielen namenhaften Automobilfotografen wie zum Beispiel Frederic Schlosser, Easton Chang und Pepper Yandell. Außerdem bin ich Mitglied in einigen Facebook Gruppen, in denen es ausschließlich nur um Automobilfotografie geht. Dort kann man sich viel konstruktive Kritik und Anregungen holen.

Was ist dein absolutes Lieblings Fotoshooting gewesen und würdest du uns das Ergebnis zeigen?

Das Shooting fand im Mai 2012 statt. Ich bekam den Auftrag ein grün foliertes BMW 1er M Coupé für einen bekannten Autofolierer abzulichten. Die Location war schnell gefunden, aber nicht einfach zu betreten. Ich kannte aus vergangenen „Lost Places-Shootings“ eine verlassene Fabrikhalle. Doch diese war mittlerweile mit Brettern zugenagelt und verbarrikadiert. Allerdings fand ich ein Weg hinein. Die Location war ein super Kontrast zum Auto! Alte Bretter, zerschlagene Fenster, Spinnweben und viel Dreck. Die Halle bestand aus mehreren Räumen die schwer befahrbar waren. Doch mit viel Rangierleistung des Fahrers und der Unterstützung der Assistenten, gelangten wir immer an die richtige Position. Das Shooting hat super viel Spaß gemacht und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Eindeutig mein bisheriges Highlight.

 

 

 

© Yannik Holler

© Yannik Holler

 

Ich würde mal sagen, dass Autos zu deinen Favoriten gehören… 😉 Wie kam es dazu?

Wie oben schon beschrieben, begeistere ich mich schon länger für die Automobilbranche. Mein Auto ist mein Hobby und die Fotografie auch. Warum also nicht Hobby mit Hobby verbinden? Und somit entstand meine Leidenschaft zur „Automotive Photography“.

Hast du ein neues Projekt in Planung, von dem du uns etwas erzählen möchtest?

Erwischt! Ein großes Projekt ist in der Planungsphase. Ich möchte mich mit einem guten Freund weiter in die Automobilfotografie einarbeiten um dort ggf. Fuß zu fassen bzw. uns ein zweites Standbein aufzubauen. Auch die Videobearbeitung soll weiter in den Vordergrund rücken.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Schwierige Frage. Ich versuch‘s mal. Ich würde meinen Stil als „Plakativ“ bezeichnen. Viele Fotografen setzen nur das Auto in den Mittelpunkt – Was auf keinen Fall falsch ist! Doch ich finde das Gesamtbild muss passen. Deshalb beziehe ich den Hinter- und Vordergrund in das Bild mit ein, sodass in meinen Augen ein plakativer Effekt, so eine Art Wallpaper Effekt entsteht. Viele Fotografen machen das genauso, was mir persönlich schon immer besser gefallen hat. Außerdem arbeite ich viel mit externem Licht, wie zum Beispiel Systemblitzen oder Leuchtstoffröhren um das Bild besonderer zu machen.

Was liebst du an der Fotografie?

Die Zeit, die Arbeit und die Community. Ich mag es einfach die Shootings zu planen, die Locations abzustimmen, den Auslöser zu drücken, neue Leute kennenlernen, die unendlichen Möglichkeiten der digitalen Bearbeitung und die Bilder am Ende fertig vor mir zu haben. Bilder zeigen der Welt etwas. Es hört sich blöd an, aber ich möchte etwas dazu beitragen. Bilder zeigen, Meinungen hören und Leute begeistern. Die Fotografie Community ist so gigantisch geworden. Es gefällt mir wie viele Leute sich für „dein“ Hobby interessieren. Aus diesen Gründen liebe ich die Fotografie.

Wenn ein Fotograf ein Bild von dir machen dürfte, welchen würdest du dir aussuchen?

Ein Bild von mir? Dann aber nur mit Auto! 😀 Der Fotograf der mich ablichten sollte wäre eindeutig Frederic Schlosser! Mit seinen jungen Jahren schon einer der ganz großen in der Automobilbranche. Sein Stil und seine Fähigkeiten sind sensationell. Unbedingt mal auf seiner Homepage vorbeischauen.

Zum Abschluss – Was würdet ihr allen angehenden Fotografen für die Zukunft mitgeben?

Zieht euer Ding durch. Lasst euch nicht negativ beeinflussen. Habt vor allem viel Spaß und findet eure Leidenschaft. Arbeitet viel an eurer kreativen Seite und seid sehr kritisch zu euch selbst! Viele Grüße euer Yannik

2017-11-26T13:12:01+00:00
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