Wer kennt es nicht auch? Man hat ein Shooting abgeschlossen und tolle Aufnahmen im Kasten. Nun wäre natürlich ein Backup ideal, um einem Kartenausfall vorzubeugen. Natürlich kann man einfach zu jedem Shooting ein Notebook mitnehmen und die Bilder direkt auf der internen Festplatte sichern. Einfacher soll es miteiner „mobilen“ Festplatte, wie der MPortable gehen. Was die MPortable kann und welche Erfahrungen wir im Gebrauch machen konnten lest ihr im folgenden Erfahrungsbericht.

Erster Eindruck
Wir konnten die MPortable in der 128GB Variante testen. Die Festplatte kommt in einer schönen und schlichten Verpackung. Dem ein oder anderen wird wohl eine leichte Ähnlichkeit mit dem Verpackungsdesign eines nicht unbekannten Herstellers für Smartphones, Computer und Anwendungssoftware auffallen.

Die Festplatte an sich ist komplett in schwarz gehalten und relativ leicht. Für eine Festplatte die ihr da sein nicht im dunklen PC-Tower oder NAS fristet, sondern öfters in der Hand liegt und in der Fototasche unterwegs ist, spielt die Haptik eine Rolle. Trotz des geringen Gewicht liegt die MPortable gut in der Hand, auch wenn ich persönlich ein leichtes Zusatzgewicht bevorzugen würde.

MPortable 128GB

Merkmale & Anschlussmöglichkeiten
Die MPortable hat an der einen Seite einen Mehrfachkartenleser, der micro SD-, SD- und Compact Flash-Karten lesen kann. Somit ist ein Backup aller üblichen Speicherkartenformate möglich. Einfach Karte aus der Kamera nehmen, MPortable anschalten und Karte in den entsprechenden Kartenleserschacht einstecken.

An der gegenüberliegenden Seite befinden sich zusätzliches Ports. Einen USB 3.0 Port um die Festplatte an den heimischen Rechner oder ein NAS anzuschließen. Zusätzlich kann der Akku über den USB 3.0 Port aufgeladen werden. Neben diesem Port befindet sich ein weiterer USB Port um die MPortable auch als Powerbank nutzen zu können. Dabei sollte man aber bedenken, dass sich so die Akkulaufzeit der MPortable stark verringert.

MPortable 128GB

Gigabit Ethernet, USB 2.0, USB 3.0 SS, Reset

Für alle die, die MPortable gerne in ein bestehendes Netzwerk integrieren, bietet die Festplatte einen separaten Gigabit Ethernet-Port. Durch den integrierten Wifi Hotspot hat man immer einen Accesspoint in der Hosentasche. Gerade wenn man mal vor Ort W-LAN nutzen möchte, aber nur eine LAN-Infrastruktur vorhanden ist. Die Integration funktionierte im Test ohne größere Probleme, schnell und einfach. So erwartet man es natürlich auch.
Sollte die MPortable streicken, findet sich neben dem USB 3.0 Port noch eine kleine Resetöffnung. Am besten einfach eine Büroklammer entsprechend auseinander biegen, dann kann man so Probleme ggf. lösen.

MPortable 128GB

MPortable 128GB – micro SD, SD, CF

App
Vielleicht könnt ihr es euch schon denken, um die MPortable zu konfigurieren gibt es eine App für’s Smartphone oder Tablet (iOS & Android). Über den integrierten Wifi Hotspot, könnt ihr euer mobiles Endgerät verbinden und die Festplatte somit konfigurieren.

Über die App könnt ihr eure übertragenen Bilder oder Videos sichten und ggf. direkt bewerten. Durch RAW Support können auch RAW Bilder angezeigt werden. Das Sichten klappt komfortabel und in angemessener Geschwindigkeit.

 

MPortable App

Bildvorschau

MPortable App

Bildhierarchie

MPortable App

Ordnerstruktur nach SD-Backup

MPortable App

Menü – Konfiguration

MPortable App

Menü

 

Zudem finde ich die Option zur Veröffentlichtung oder Weitergabe der Bilder via Mail, Dropbox und Social Media gelungen. Über die App besteht auch die Möglichkeit, sich den Übertragungsstatus der zu übertragenden Daten vom Speichermedium anzeigen zu lassen. Die App vereint alle notwendingen Konfigurierungsoptionen und bietet ein ordentliches Interface um einen ersten Blick auf die Aufnahmen werfen zu können.

Fazit zur MPortable

Ich hatte die Festplatte nun einige Zeit Outdoor im Fotorucksack dabei und konnte einige Erfahrungen machen. Das Übertagen der Daten von einer SD-Karte klappte im Testzeitraum bestens. Um eine grobe Einschätzung für die Übertagungszeit zu erhalten, habe ich euch ein kleines Beispiel vorbereitet.

MPortable 128GB

MPortable 128GB

Bei 200 Bilder im RAW-Format (ca. 27 MB pro Bild) dauerte die Übertragung sieben Minuten für ca. 5,4 GB. Also ca. 1 Minute und 20 Sekunden für 1 GB. Für ein Backup nach dem Shooting meiner Meinung nach völlig ausreichend. Die Festplatte wird ihrer Aufgabe gerecht. Nur die Akkulaufzeit könnte für mich etwas länger sein. Gerade wenn man die mobile Festplatte zusätzlich auch noch als Powerbank nutzt, geht der Akku doch schnell zu Neige. Vielleicht könnte man hier in kommenden Produktversionen ggf. einen weiteren separaten Akku integrieren.

Für alle die sich oft Outdoor bewegen, ohne die Möglichkeit tethered (direkt in’s Notebook) Fotos zu machen, ist die MPortable eine gute Lösung um ein weiteres Backup zu erstellen. Letztendlich also auch mehr Sicherheit vor Datenverlust und dazu ist es noch sehr unkompliziert.


Fact Box
MPortable 128 GB
  • 128GB SSD ( 256GB und 512GB ebenso erhältlich)
  • Kartenleser: micro SD, SD und CF
  • Akku mit 4.000 mAh auch als Powerbank nutzbar
  • RAW & Video Support
  • App zur Konfiguration
  • UVP:269€ (bei 128GB Variante)

Mehr Produktinfos findest Du unter www.mportable.de