Wo sind die Fan’s von Ultraweitwinkeln? Im Redaktionstest konnten wir uns nämlich das Samyang 12mm 2.8 für einige Zeit vor die Kamera schnallen. Im Erfahrungsbericht lest ihr nun, welche Aufnahmen entstanden sind und natürlich wie unser Fazit ausfällt.

Ultraweitwinkel – Braucht man das?

Zugegeben ich bin ja immer darauf aus die Anzahl an Objektiven möglichst komprimiert zu halten und jeder von euch der schon mal einige Bergtouren unternommen wird mir sicher recht geben. Trotzdem ist ein Fisheye bzw. Ultraweitwinkel-Objektiv eine interessante Option, gerade im Bereich der Landschafts- und Nachtfotografie. Aber auch im Sport oder Reportagebereich kann man oft neue Perspektiven darstellen oder Motive finden. Nun aber unsere Erfahrungen in der Nutzung des Samyang.

Samyang 12mm 2.8 - Abb.1 (Samyang/ hapa-Team)

Samyang 12mm 2.8 – Bildquelle: http://www.hapa-team.de

Verarbeitung/ Haptik

Gerade in der Verarbeitung hat mich das Samyang 12mm 2.8* positiv überrascht. Das Objektiv wirkt sehr wertig und auch der Blenden- und Fokusring gibt ein exzellentes Feedback. Dieser Eindruck wird nur vom Objektivdeckel getrübt, welcher einen besseren Sitz haben könnte. Trotzdem hat der Deckel aber jeglichen Transport im Rucksack gut überstanden und ist auf dem Objektiv geblieben. Vielleicht wird in der nächsten Version hier noch nachgebessert. Sonst empfinde ich das Objektiv aber haptisch bspw. vergleichbar mit Nikon oder Canon Äquivalenten.

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Samyang 12mm 2.8

Bildqualität und Vergütung

Objektive zeigen ihre Klasse oder „Makel“ meistens entweder bei schlechten Lichtverhältnissen oder im Gegenlicht. Im Laufe des Tests, wobei das Objektiv meistens für Landschaftsaufnahmen herhalten muss, konnte ich keine größeren Makel erkennen. Einzig für alle die hohe Ansprüche an Sonnensterne haben, gibt es Mitbewerber die dort bessere „Formen“ erzielen. Dafür aber auch den ein oder anderen Euro teurer sind. Zur Bildqualität gibt’s extra noch ein RAW zum Download, dann könnt ihr euch selbst ein Bild machen. Meiner Meinung nach ist die Bildqualität völlig in Ordnung und war für mich in allen Belangen zufriedenstellend.

Passend hierzu ist noch das Thema der Fokussierung anzusprechen: Das Samyang 12mm 2.8 ist ein komplett manuelles Objektiv, verfügt also über keinen Autofokus. Was aber im Alltag kein größeres Problem darstellt, da alles was über 3 Meter entfernt ist eh vom „unendlich“ Bereich abgedeckt wird und folglich scharf ist.

Hornisgrinde, Schwarzwald - Samyang 12mm 2.8

Hornisgrinde, Schwarzwald – Samyang 12mm 2.8 – HDR (in LR Verzerrung korrigiert)

 Fazit:

Diejenigen von euch, die eh gerade mit einem Fisheye Liebäugeln, kann ich nur empfehlen euch das Samyang 12mm 2.8* mal in die nähere Auswahl zu nehmen. Das Objektiv ist haptisch wirklich hochwertig, wenn man von der Fixierung des Objektivdeckels absieht (erfüllt aber seine Funktion völlig). Zu dem ermöglicht die Offenblende von 2.8 auch ideale Möglichkeiten zur Nachtfotografie. Gerne könnt ihr individuelle Fragen auch als Kommentar (direkt unter dem Artikel) oder Mail an uns stellen. Mein Credo ist, beim Fotohändler eurer Wahl oder bei diversen Events euch die Objektive anzuschauen und euch einen ersten Eindruck zu verschaffen.

 

Fact Box (Samyang Objektiv 12mm 2.8):
  • Brennweite: 12 mm
  • Blendenbereich/Lichtstärke: f/2.8 - f/22
  • Naheinstellgrenze: 0,20 m
  • max. Durchmesser: Ø77,3mm (kein Filtergewinde)
  • Bildwinkel (VF/APSC): 180° / 124,6°
  • Preis(inkl. MwSt): 599,99€
  • Gewicht: 550 g
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