Gewitter und Blitze fotografieren!

Bevor man sich überhaupt Sorgen um die Einstellungen der Kamera zu machen hat, ist es wichtig überhaupt erst einmal Gewitter zu finden. Man ist wesentlich erfolgreicher, wenn man zum Gewitter fährt und nicht immer abwartet. Dazu empfehle ich, lest Euch einfach durch, wie man auf dem Wetterradar/Regenradar erkennen kann, wo sich gerade eine Gewitterzelle befindet.

Hierzu habe ich natürlich einen Link für Euch:
http://www.niederschlagsradar.de

Ganz einfaches Prinzip. Wenn es regnet, dann kann man dies hier sehen. Hellblau ist schwacher Regen, rot bis lila ist extrem starker Regen. Also eben Gewitter. Man kann hier erkennen, wo sich ein Gewitter befindet und wo es hinziehen wird. Jetzt müsst Ihr nur noch versuchen, vor das Gewitter zu fahren.

Noch eins:

http://www.blitzortung.org

Hier sieht man weltweit und live, wo es gerade blitzt. Was man auch hier wieder sieht ist, wohin das Gewitter zieht. Es werden die Blitze von vor 120min angezeigt (rot) bis hin zu den Blitzen der letzten 20min (weiß). Auch hier sieht man sofort, ob ein Gewitter kommt.

Nun zu den Einstellungen:

Blitze kann man ohne technische Hilfsmittel oder Glück nur nachts oder in der Dämmerung fotografieren, dafür ist es eigentlich sehr leicht. Wenn Ihr nun auf blitzortung.org gesehen habt, dass ein Gewitter auf Euch zu zieht und Ihr Euch gut auf einer Anhöhe platziert habt mit Blick in Richtung nahendem Gewitter, dann seht ihr auch sofort wo es am Horizont blitzt. Kamera einfach darauf hin ausrichten (meistens Brennweiten zwischen 24 und 120mm) und mit Langzeitbelichtung arbeiten. Jetzt heißt es warten, wenn es nun einen Blitz gibt in der Zeit, in der Ihr belichtet, dann habt ihr in im Kasten  So einfach ist das!
ISO: Auf 100-400 lassen. Blitze sind sehr hell!
Blende: Sind die Blitze weit am Horizont: Blende 5,6 oder kleiner. Je näher die Blitze kommen, desto kleiner die Blende! Wenn die Blitze wirklich nah sind, kann man auch einmal Blende 16 nehmen! Macht ihr das nicht, ist das Bild vollkommen überbelichtet. Generell macht Ihr mit einer hohen Blendenzahl nichts falsch.

Wichtig zum Schluss:

Sobald es regnet oder der Donner wirklich laut wird, folgt Eurem Instinkt und sucht Schutz!! Am besten im Auto, nie zu Fuß oder mit dem Fahrrad ohne Schutz ein Gewitter abfangen.

© Bastian

© Bastian Werner

© Bastian Werner

© Bastian Werner

Nebel fotografieren

Hierfür muss man verstehen, wann sich Wolken bilden. Das macht man über die sogenannte Luftfeuchtigkeit. Sobald die Luftfeuchtigkeit 100% erreicht, bilden sich Wolken oder Nebel. (ist das gleiche)
Damit wäre also die wichtigste Bedingung geklärt für Nebel.
Es darf aber nicht windig sein. Es kann sich selbst bei 100% Luftfeuchtigkeit kein Nebel bilden, sobald es zu windig ist. Der Nebel wird einfach weg geblasen. Es muss also als zweite Bedingung windstill sein.

Jetzt muss man herausfinden, wann diese Bedingungen gegeben sind. Hierzu empfehle ich zwei Seiten:

http://www.wetteronline.de/aktuelles-wetter

Rechts in der Leiste einfach relative Luftfeuchtigkeit auswählen oder Wind. Zudem wird hier auch direkt angezeigt, wenn eine Station Nebel meldet.

http://kachelmannwetter.com/de/messwerte

Jetzt muss man nur noch über den Nebel kommen. Ich empfehle es deshalb, einfach morgens auf einen Berg zu fahren, wenn die Wetterstation am Fuße des Berges Nebel meldet.

Sonnenuntergänge

Wer ein richtig schönes Abendrot möchte, muss auf Tage warten, an welchen der Himmel sehr bewölkt ist, jedoch ein paar Lücken hat durch welche Sonne fallen kann. Die Wolken, welche von der Sonne angestrahlt werden, machen den Himmel rot. Achtet darauf an solchen Tagen, ob plötzlich gegen Abend die Sonne im Westen aus den Wolken hervor kommt. Wenn das der Fall ist, dann gibt es garantiert ein wunderbares Abendrot!

 

© Bastian Werner

© Bastian Werner

Schnee

Schnee fotografiert man am besten am Tag, nachdem es frisch geschneit hat. Dann liegen nämlich noch alle Bäume voller Schnee und man hat eine wunderbare Winterlandschaft. Am besten fährt man dann auf einen Berg hinauf in unsere schönen Mittelgebirge. Leider sagt der Wetterbericht nie auf welchen Bergen es Schnee gibt. Aber zum Glück gibt es auch hierfür eine Karte:

http://www.wetterzentrale.de/topkarten/fswrfmeur.html

Oben in der Leiste findet ihr „3h-Neuschnee“ und „Gesamtneuschnee“. Die Karte auswählen. Dann seht Ihr sofort, wo es in den nächsten 72h überall Neuschnee geben wird und wisst sofort, wo Ihr hin müsst.

Ideen für graue Tage

Oftmals im Herbst und Winter ist es langweilig grau und man hat eigentlich keine guten Ideen für Landschaftsfotos. An solchen Tagen kommt es aber sehr oft vor, dass besonders hohe Berggipfel aus dem Nebel heraus schauen, man kann dann diese Gipfel besuchen und wunderbare Fotos über dem Nebelmeer machen!
Aber wie findet man das heraus? Die meisten bekannten Berggipfel haben Webcams. Man kann also schauen, welche Gipfel in der Umgebung aus dem Nebel heraus schauen.

Hier zwei Beispiele, einmal der Große Feldberg im Taunus und einmal der Brocken im Harz:

http://taunus.info/webcams/

http://www.harztourist.de/brockencam/8_1_0.html

Kontakt zu Bastian Werner

Webseite

Fanseite